Meinhardt Krauss Feigl

Und plötzlich stand die Sonne still

 
„Wenn die Erde mit hoher Geschwindigkeit rotiert, würde nicht alles davonfliegen? Wolken und Vögel hielten nicht mehr Schritt.“ (Dava Stobel)

Vor 500 Jahren ist der Mensch in Bewegung geraten, und das nicht gern. Aus der behaglichen Mitte des Seins in die Umlaufbahn der Sonne gestoßen, unablässig den Mittelpunkt des eigenen Planeten umkreisend und ‘neuerdings’ Teil einer ebenso zeitlupenhaften wie rasenden Expansion weg vom Zentrum des Urknalls, „rollt er immer schneller nunmehr aus dem Mittelpunkt weg – wohin? Ins Nichts? Ins ‘durchbohrende Gefühl seines Nichts’“ Sagt Friedrich Nietzsche.

“Und plötzlich stand die Sonne still” ist das Auftaktstück einer Serie von vier Stücken, in denen sich das Ensemble mit den „großen Kränkungen der Menschheit“ nach Sigmund Freud befasst. Neugierig folgen sie den stetigen Versuchen des Menschen, sich die Welt nach den Verlust grundlegender Gewissheiten neu zu erklären und zu deuten.

Live-Musik und Live-Video kreieren einen virtuellen Bühnenraum, in dem die einzelnen Elemente Raum, Licht, Bewegung, Sound sich gegenseitig beeinflussen, durchdringen und zu gleichwertigen Mitspielern der Darstellerin werden. Aus dem Solo wird ein Stück mit drei Akteuren.
 

 

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